Ma­ri­na Gi­nestà Plakat

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Ma­ri­na Gi­nestà ist am 06.Januar 2015 in Paris verstorben.

Sie steht heute auch stell­ver­tre­tend für die selbst­be­wuss­te und selbst­ver­ständ­li­che Teil­nah­me von Frau­en an re­vo­lu­tio­nä­ren Pro­zes­sen bzw. his­to­risch be­deu­ten­den Er­eig­nis­sen. Auf einem an­de­ren Foto ist sie mit der an­ar­chis­ti­schen Re­vo­lu­ti­ons­le­gen­de Dur­ru­ti zu sehen. Sie war eine jener Mi­li­zio­nä­rin­nen, die u.a. in den kom­mu­nis­tisch ge­präg­ten »Mu­je­res an­ti­fa­scis­tas« oder den libertären »Mu­je­res Li­b­res« or­ga­ni­siert waren.

Die »Mu­je­res Li­b­res« waren eine im April 1936 ge­grün­de­te anar­chistische Frau­en­or­ga­ni­sa­ti­on. Sie ver­tra­ten das theo­re­ti­sche Kon­zept des »Doble Lucha« [dop­pel­ter Kampf]. Sie woll­ten ge­mein­sam mit den [an­ar­chis­ti­schen] Män­nern für eine herr­schafts­freie Ge­sell­schaft kämp­fen, aber gleich­zei­tig gegen die se­xis­ti­sche Tra­di­ti­on an­kämp­fen, die sich so­wohl bei den Män­nern als auch bei den Frau­en fest­ge­setzt hat. Ihr Haupt­au­gen­merk lag auf der öko­no­mi­schen Un­ab­hän­gig­keit und Bil­dung von Ar­bei­ter­frau­en. 1936 wurde Ab­trei­bung im ka­tho­li­zis­ti­schen Spa­ni­en durch die ein­zi­ge an­ar­chis­ti­sche Ge­sund­heits­mi­nis­te­rin der Ge­schich­te Fe­de­ri­ca Mont­se­ny le­ga­li­siert. Um die hohe An­alpha­be­ten­ra­te der spa­ni­schen Frau­en zu ver­rin­gern und ihnen Zu­gang zu Kul­tur zu er­mög­li­chen, wur­den in Bar­ce­lo­na, Mad­rid und Va­len­cia ei­ge­ne Schu­len ein­ge­rich­tet. In die­sen Schu­len fan­den Kurse für Fremd­spra­chen und so­zia­le und tech­ni­sche Be­ru­fe statt. Die Or­ga­ni­sa­ti­on wuchs rasch, von etwa 500 Mit­strei­te­rin­nen im Früh­jahr 1936 auf an die 30.000 in 143 Orts­grup­pen or­ga­ni­sier­te Frau­en im Jahre 1938.

Mit Be­ginn des Bür­ger­krie­ges tausch­ten Frau­en der »Mu­je­res Li­b­res« ihre »Röcke gegen Over­alls« – wie es da­mals sym­bo­lisch be­schrie­ben wurde – und be­tei­lig­ten sich be­waff­net an der Front. Es gab auch eine Ko­lon­ne der »Mu­je­res Li­b­res«. Ein Ba­ta­l­li­on be­nann­te sich nach Rosa Lu­xem­burg.

Das Portrait von Ma­ri­na Gi­nestà wurde am 21. Juli 1936 auf der Terrasse des Hotel Colon in Barcelona von Juan Guzmán (Hans Gutman, Antifaschist und Fotograf aus Deutschland) aufgenommen. Das Hotel wurde von Antifaschistischen Milizen besetzt und als Rekrutierungsbüro für die Aufnahme von Milizionären genutzt.

den Textauszug haben wir von unserem Freund Zersetzer kopiert – check seinen interessanten blog hier:
http://zersetzer.blogsport.de

»Und dann, als wir um die Ecke in die Ramblas einbogen, kam eine gewaltige Überraschung: schlagartig breitete sich die Revolution vor unseren Augen aus. Es war überwältigend. Es war, als wären wir auf einem Kontinent gelandet, der sich von allem unterschied, was ich bisher gesehen hatte.«
(Franz Borkenau)

the Clash

Neuauflage unseres „the Clash“ Posters.
A1 – 170 gramm Karton. Offset Druck.

Über die Punk-Band „The Clash“ ist dermaßen viel gutes geschrieben, das ihr einfach nur eure Suchmaschine benutzen müsst, wenn ihr was über die Band lesen wollt. Einen richtig guten Artikel zitieren wir hier aus dem „Freitag“ (Autor YPA, Oktober 2009)

Als am 30. August 1976 im Londoner Stadtteil Notting Hill der Karneval beginnt, ahnt niemand, dass an diesem Tag Geschichte geschrieben wird. Für sich genommen waren die Ereignisse schon bedeutend. Aber zudem prägten sie auch noch eine der einflussreichsten Rockbands der letzten 30 Jahre und schufen so eine Verbindung zwischen Popkultur und außerparlamentarischem Widerstand.

In Notting Hill lebten zu dieser Zeit vor allem Einwanderer aus der Karibik. Das Leben im Vereinigten Königreich der 1970er Jahre war hart, besonders für schwarze Jugendliche: Diskriminierung, soziale Ausgrenzung und Rassismus waren an der Tagesordnung. Ein neues Gesetz erlaubte der Polizei, junge Schwarze ohne konkreten Verdacht zu durchsuchen und festzunehmen. Es herrschte Krieg zwischen ihnen und der »weißen« Polizei. Zur gleichen Zeit erhielten faschistische Gruppen wie die National Front Zulauf, die mit der Hetzparole »Keep Britain White« (»Halte Großbritannien weiß«) gegen Einwanderer mobil machte. Viele dachten, dass es nicht so weitergehen könne.

Dass es ausgerechnet an diesem Tag passieren würde, ahnten auch Joe und Paul nicht. Joe Strummer ist Sänger und Gittarist von The Clash, Paul Simonon spielt den Bass in der Punkband. Noch kennt niemand The Clash. Mit ihrem Manager Bernie Rhodes wollen sie zusammen mit zehntausend anderen den jährlichen Karneval in Notting Hill feiern: Musik hören, tanzen, etwas essen und sich von den farbenfrohen Umzugswagen und Kostümen beeindrucken lassen. Aber dann geschah etwas ganz anderes.

Den Karneval organisiert die schwarze Gemeinde seit 1964 – um sich selber zu feiern, aber auch als Zeichen gegen den alltäglichen Rassismus. Was als lokales Event begann, war 1975 eine Massenveranstaltung mit 150.000 Teilnehmern – es glich einer Demonstration. Ein Dorn im Auge der Staatsmacht. Schon im Vorfeld des Karnevals 1976 versuchten daher Polizei, Gemeindeverwaltung und Medien, den Karneval weg von der Straße zu bekommen. Die Stimmung war dementsprechend aufgeheizt. Aber die Organisatoren blieben hartnäckig. Sie verlangten, dass der Karneval ein Straßenumzug bliebe.

Sie konnten sich zwar durchsetzen, doch die Polizeipräsenz war massiv. Der lokale Polizeidirektor entschied, zwanzigmal mehr Polizisten einzusetzen als die Jahre zuvor. Die Polizei bereitete sich mit militärischer Präzision auf den Karneval vor. Über 1600 Beamte patrouillierten während des Ereignisses auf den Straßen Notting Hills. Sie kontrollierten, schikanierten und ließen nichts unversucht, um die gute Stimmung zu zerstören. Die Menschen fühlten sich ihres Festes beraubt. Es war nicht mehr ihr Karneval. Es war nun der Karneval der Polizei. Als diese am zweiten Tag einen schwarzen Jugendlichen wegen angeblichen Taschendiebstahls festnahm, eskalierte die Situation.

Die Menschen schleuderten Steine und Flaschen auf die Ordnungshüter und forderten die Freilassung des Mannes. Als daraufhin ein Sondereinsatzkommando der Polizei anfing, mit Knüppeln bewaffnet und mit Schildern geschützt, wahllos in die Menge zu schlagen, sind auch Joe und Paul nicht mehr zu halten. Immer mehr Flaschen flogen in Richtung der Polizisten, Steine prasselten auf sie nieder. Ein Polizeiauto ging in Flammen auf. Die Notting Hill Riots hatten begonnen.

Die Straßenkämpfe dauerten 48 Stunden. Am Ende musste sich die Staatsmacht geschlagen zurückziehen. Hunderte wurden verletzt, die meisten davon Polizeibeamte. Trotz der Zerstörung im Viertel und den vielen Verletzten war die schwarze Gemeinde von Notting Hill stolz: Sie hatte den Autoritäten einen Denkzettel verpasst – stellvertretend für alle Opfer von Rassismus, Polizeigewalt und staatlicher Willkür. Sie duldeten es nicht länger, ohne Respekt behandelt zu werden. Am Ende des Karnevals fühlten sie: Diesmal haben wir gewonnen.

Für die Mitglieder von The Clash, die die Riots miterlebten, war danach nichts mehr wie früher. »Schreibt über das, was passiert«, riet ihnen Manager Rhodes. Joe Strummer schrieb. Heraus kam die erste Single der Band: »White Riot«. Nicht mal zwei Minuten lang, aber ein unglaublich treibender und packender Aufruf zum Aufstand. Der erste Satz »Black people gotta lot a problems / but they don‘t mind throwing a brick« (»Schwarze Leute haben eine Menge Schwierigkeiten aber sie trauen sich, auch mal einen Stein zu werfen«) veranlasste manche, diesen Song als rassistisch abzustempeln. Aber Joe Strummer brachte darin seine Bewunderung für den Aufstand von Notting Hill zum Ausdruck. Der zweite Satz »White people go to school / Where they teach you how to be thick« (»Weiße Leute gehen in die Schule und lassen sich die Köpfe zumauern«) machte deutlich, dass es auch ein Kampf für weiße Jugendliche ist – gegen einen gemeinsamen Feind: »All the power in the hands / of the people rich enough to buy it / while we walk the street / too chicken to even try it« (»Alle Macht liegt in den Händen derer, die reich genug sind, sie sich zu kaufen, während wir durch die Straßen laufen, zu ängstlich, um es auch nur zu versuchen«).

»White Riot« erreichte Platz 38 der UK-Charts. Die gleichnamige Tour war für The Clash ein Triumphzug. In Amerika wurde das Album zur meistverkauften Importplatte aller Zeiten. Die politische Parteinahme von The Clash war von nun an ein integraler Bestandteil ihrer Musik. Sie schrieben Songs gegen Krieg und Imperialismus, gegen den kapitalistischen Konsumterror, gegen Polizeibrutalität und für Gleichberechtigung. Sie spielten Gigs für Anti-Nazi-Bündnisse und gaben Benefizkonzerte für streikende Bergarbeiter.

Die andere erfolgreiche britischen Punkband, die Sex Pistols, zeichnete in ihren Songs ein pessimistisches Bild – ohne Zukunftsaussichten. The Clash aber schrieben Musik als gelte es, zu den Waffen zu greifen. In seinem ersten Interview mit dem New Musical Express erklärte Joe Strummer: »Ich glaube, die Leute sollten wissen, dass wir gegen Faschismus, gegen Gewalt, gegen Rassismus und für Kreativität sind.« Nicht »No Future« sondern »White Riot« – ein Aufruf, aufzustehen und sich in den Kampf gegen Unterdrückung einzureihen. Hörbar, noch heute.

1976 braut sich in London in kleinen Zirkeln von musikverrückten und aus der Umlaufbahn des normalen Lebens geworfenen Jugendlichen um die Sex Pistols, The Damned, The Clash etwas zusammen. Mit ihren aufrührerischen Songs werden sie innerhalb weniger Monate zur Stimme einer ganzen Generation, die radikaler als selbst die 68er alles in Frage stellt. Aufgewachsen in der britischen Nachkriegsgesellschaft, die in einer Krise steckt und ihnen nur „No Future“ zu bieten hat.

Im ungewöhnlich heißen Sommer 1976 herrscht in England Untergangsstimmung. Schulabgänger finden keine Jobs und die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie nie zuvor seit 1945. Die Regierung streicht die Sozialausgaben zusammen

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Smash the Daesh Poster

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Erste überarbeitete Neuauflage unseres „Smash the Daesh“ Posters.
Für den „Islamischen Staat“ gibt es verschiedene Bezeichnungen. Im Arabischen wird er oft Daesh genannt. Auch in Frankreich wird der IS so bezeichnet – um ihm nicht die Bedeutung zuzugestehen, die sich die Terroristen selbst geben wollen
Das Bild zeigt eine YPJ Kämpferin und ist einer orginal Fotografie nachempfunden.

Seit mehreren Jahren herrscht in Syrien ein zerstörerischer Krieg, der insbesondere für die Zivilbevölkerung verheerende Folgen hat: Es gibt unzählige Todesopfer, ein großer Teil der Infrastruktur wurde zerstört und fast die Hälfte der syrischen Bevölkerung (etwa 10 Millionen Menschen) ist auf der Flucht. Im vorwiegend von Kurdinnen und Kurden bewohnten Norden des Landes haben die Menschen beschlossen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Seit 2011 wird in Rojava, einem Gebiet an der Grenze zur Türkei und dem Irak, der Aufbau kommunaler Selbstverwaltungsstrukturen vorangetrieben. Die Menschen vor Ort entwickeln so einen praktischen Gegenentwurf zu den von Gewalt, Ausgrenzung und althergebrachten Machtansprüchen geprägten Strukturen.

Rosa Luxemburg Plakat

»Majestätsbeleidigung« und »Anreizung zum Klassenhaß« waren die juristischen Gründe dafür, dass Rosa Luxemburg 1904 und 1906 zu mehreren Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass die spätere Gründerin der KPD inhaftiert wurde. Auch während des I. Weltkrieges wurde sie wegen »Hoch- und Landesverrat« eingesperrt, ab 1916 sogar in »Sicherheitsverwahrung« verschleppt. Die überzeugte Internationalistin, Pazifistin und Antimilitaristin hatte in Frankfurt/M zur Kriegsdienstverweigerung aufgerufen.

Sie gehörte zur Fraktion innerhalb der Sozialdemokratie, die – zusammen mit Karl Liebknecht – gegen die Zustimmung der Kriegskredite (zur Weiterführung des I. Weltkrieges) durch die SPD war. Da der Nationalismus vor dem I. Weltkrieg auch die SPD erfasste und ihr zentrales Prinzip des »proletarischen Internationalismus« ausgehebelt hatte, gehörte Rosa Luxemburg zur Gruppe Internationale und später zum Sparktakusbund, aus dem die KPD entstand. Ihr Vorbild war die Revolution von 1917 in Russland, wenn sie auch im kritisch-solidarischen Streit mit Lenin stand.

Ab 1907 war die studierte Philosophin, Ökonomin und Mathematikerin und ausgebildete Marxistin Dozentin an der SPD-Parteischule, wo sie Marxismus und Ökonomie unterrichtete und sich als Linke in der Sozialdemokratie gegen Reformismus positionierte. Hierbei ging es u.a um Generalstreik als politisches Mittel, was ein Großteil der SPD ablehnte.

Nach über drei Jahren Haft konnte Rosa Luxemburg am 9. November 1918 nach Berlin zurückehren. Die Novemberrevolution beendete nicht nur die Monarchie und den Krieg, sondern zahlreiche politische Gefangene konnten die Gefängnisse verlassen.

In Berlin arbeitete sie bei der »Roten Fahne«, der neugegründeten Zeitung der späteren KPD. Sie sprach sich für die Enteignung der Großindustrie, für die Macht der Räte und für die Entwaffnung der Reichswehr sowie die Umerziehung der Heimkehrenden Kriegsteilnehmenden aus.

Die SPD unter Führung von Friedrich Ebert und Gustav Noske hatte bereits im Hintergrund ein Bündnis mit alten Machteliten aus Militär und Industrie geschlossen, zog in dieser Zeit Militär und Freikorps in Berlin zusammen, um den revolutionären Impuls der Arbeiter- und Soldatenräte im Keim zu ersticken. War die Revolution vom 9. November 1918 weitgehend friedlich verlaufen, begann jetzt unter politischer Verantwortung der SPD die blutige Niederschlagung der revolutionären Bewegung und ihrer Köpfe.

Einer ihrer Köpfe war Rosa Luxemburg. Auf öffentlichen Plakaten wurde zum Erschlagen von Liebknecht und Luxemburg aufgerufen. Nach dem Januaraufstand 1919 in Berlin, wurden Karl Leibknecht und Rosa Luxemburg verhaftet, gefoltert und unter Gewehrkolbenschlägen durch rechtsextreme Freikorps ermordet.
Rosa Luxemburgs Leiche wurde in de Landwehrkanal geworfen. Mit dem Tod der beiden starb symbolisch auch die Hoffnung auf ein sozialistisches Rätesystem in Deutschland. Heute erinnern Denkmäler und Straßen­namen an Rosa Luxemburg. In Berlin liegen die beiden Gründer_innen der KPD auf der zentralen Gedenkstätte der Sozialisten auf einem Friedhof in Lichtenberg.

Seit ihrem Tod gibt es jährlich eine Demonstration zu ihrem Gedenken. Bis zu 100.000 Menschen ziehen noch heute am ihrem Todestag zum Grab.

Text ist von Zersetzer.

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Muhammad Ali

»Nein, ich werde nicht 10.000 Meilen von zu Hause entfernt helfen, eine andere arme Nation zu ermorden und nieder­zubrennen, nur um die Vorherrschaft weißer Sklaven­herren über die dunkleren Völker der Welt sichern zu helfen.«

Mit dieser 1967 öffentlich vorgetragenen Weigerung von Muhammad Ali am Vietnamkrieg teilzunehmen, wurde er als amtierender Schwergewichts-Boxweltmeister aus dem Boxbetrieb ausgeschlossen. Zu dieser Zeit stand der als Cassius Marcellus Clay geborene schwarze, äußerst leichtfüßige Boxer Ali auf dem Höhepunkt seiner Karriere.1964 hatte er bekannt gegeben, dass er der von nun an seinen Sklavennamen ablege und ab sofort Muhammad Ali heissen werde…

1967 wurde Ali wegen Wehrdienstverweigerung zu fünf Jahren Gefängnis und 10.000 $ Strafe verurteilt, musste aber gegen Zahlung einer nicht ins Gefängnis. Sein Reisepass wurde eingezogen und er konnte drei Jahre lang nicht an Wettkämpfen teilnehmen, da ihm keine Boxlizenz erteilt wurde. Stattdessen widmete er sich gesellschaftspolitischen Fragen, die er oft in Fernsehauftritten ansprach.

Ali war nicht nur [ungekrönter] Boxchampion, er entwickelte sich zur Symbolfigur des selbstbewussten, kämpfenden Schwarzen, der mit persönlicher Konsequenz für die Rechte jahrhundertlang unterdrückter Afro-Amerikaner:innen eintrat und v.a. wenig Respekt vor Angriffen der weißen Gesellschaft zeigte. Die mediale Berichterstattung kritisierte vordergründig die Großmäuligkeit von Ali, im Kern war es aber die Empörung darüber, dass ein Schwarzer unbotmäßig gegenüber einer feststehenden weißen Ordnung auftrat und nicht dem erwarteten Bild eines gefügigen [bescheidenen] Dieners bzw. Sklaven entsprach. Ab 1970 arbeite Muhammad Ali an seinem Comeback. Der bereits zu diesem Zeitpunkt weit über den Boxsport hinaus bekannte Ali erlangte Weltruhm mit seinem Kampf gegen George Fore­man in Kinshasa 1974, der Hauptstadt Zaires.

Das als »Rumble in the jungle« in die Geschichte eingegangene Ereignis spiegelte abermals die Kolonialgeschichte und Sklaverei wieder. Während George Foreman mit einem deutschen Schäferhund – ähnlich wie zuvor die belgischen Besatzer – der Bevölkerung Kinshasas gegenübertrat, suchte Ali vor allem beim Lauftraining die Nähe zu den Menschen. Innerhalb kürzester Zeit hallte von Zaire aus das »Ali, boma ye!« [»Ali, töte ihn!«] in die Welt; auch Ausdruck der Schärfe in den Befreiungsbemühungen vieler Afrikanischer Länder gegen ihre ehemaligen Ausbeuter. Ali gewann den Kampf und setzte sich damit selbst ein Denkmal. Er boxte in seinem leichtfüßigen und taktisch außergewöhnlichen Stil noch bis Anfang der 1980er Jahre, der sich in seinem Wahlspruch »Flow like a butterfly, sting like a bee« ausdrückte. 1984 wurde bei ihm die Parkinson-Krankheit festgestellt, was in Zusammenhang mit seiner Boxtätigkeit gebracht wird. Eine medizinische Bestätigung dieser These ist bis heute umstritten. Muhammad Ali ist mit zahlreichen Auszeichnungen bestückt, Sportler des Jahrhunderts [1999], Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung der USA, 2005 wurde Muhammad Ali als erster US-Amerikaner mit der »Otto-Hahn-Friedensmedaille in Gold« der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen in Berlin ausgezeichnet – »für herausragende Verdienste um Frieden und Völkerverständigung« und er erhielt die Ehrendoktorwürde der Columbia-Universität in New York. Der seit 1975 dem sunnitischen Islam zugehörige Ali setzt sich seit den Anschlägen vom 11. September 2001 auf das Zwillingstürme in New York und das Pentagon für eine pazifistische Interpretation des islamischen Glaubens ein. Seine Tocher Laila ist ebenfalls Boxerin. Muhammad Ali verstarb nach langer Krankheit am 03.Juni 2016.

Den Text haben wir weitesgehend bei Zersetzer geklaut. checkt seinen Blog!

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Ulrike Meinhof University

Plakat A1 – Offsetdruck – 150 gramm Karton
ab nächste Woche bei uns im Laden…

„Protest ist, wenn ich sage, das und das passt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, das das, was mir nicht passt, nicht länger geschieht. Protest ist, wenn ich sage, ich mache nicht mehr mit. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, das alle andern auch nicht mehr mitmachen.“ – Ulrike Meinhof: Vom Protest zum Widerstand, in: konkret 5/1968

Wenige Sätze waren zu ihrer Zeit so prägend wie dieses Zitat von Ulrike Meinhof, in der damals noch einflussreichen Zeitschrift der außerparlamentarischen Linken „Konkret“.

»Bambule«, ist der Titel eines 1970 fertig gestellten Films über autoritäre so ge­nannte Erziehungsheime in der Nachkriegs-­BRD. Ulrike Meinhof war die Autorin des Drehbuches. Der Film kritisiert die autoritären Methoden der Heimerziehung in einem Berliner Mädchenheim. Im Verlauf der Handlung kommt es zu einer Revolte der Heiminsassinnen gegen die unterdrückenden Strukturen. Die Handlung des Films wird oft auch als Parabel auf die gesellschaftlichen Zustände dieser Zeit verstanden:

»Bambule« beginnt mit dem von den anderen Insassinnen bejubelten Ausbruch der beiden Teenager Irene (Dagmar Biener) und Monika (Christine Diersch) aus dem geschlossenen Mädchenheim Lindenhof in West-Berlin. Für Monika endet der Fluchtversuch schon nach Stunden in der Arrestzelle. Irene kommt bei zwei ehemaligen Heiminsassinnen unter, die sich mit Prostitution über Wasser halten. Währenddessen ruft die aufmüpfige Iv (Petra Redinger) im Heim einen Aufruhr hervor und zettelt eine handfeste „Bambule“ an – es kommt zum Aufstand der Mädchen…
Ulrike Meinhof sollte den fertigen Film bis auf ein paar Szenen nie zu sehen bekommen. Die Journalistin verschwand nach der Befreiung Andreas Baaders im Untergrund und wird 1972 verhaftet. 1975 wurde sie in das Hochsicherheits-Gefängnis Stuttgart-Stammheim verlegt. Am 9.5.1976 fand man sie dort erhängt in ihrer Zelle. Offiziell wurde als Todesursache »Suizid« angegeben, was bis heute strittig ist.

»Bambule«, ist erst 1994, also mit 24 Jahren Verspätung, erstmals in den dritten Programmen der ARD gezeigt worden.

»Ulrike Meinhof University« Warum nicht?

In unserer Nachbarschaft gibt es dutzend Strassen die nach Weltkriegsgenerälen, Monarchen oder anderen Schurken benannt sind – Unerträglich wenn du genau hinschaust. Wir finden das in Berlin nach der Rudi-Dutschke-Strasse und der Silvio-Meier-Strasse eine Fakultät nach Ulrike Meinhof benannt werden sollte – Die Hochschule für Journalismus zum Beispiel. Immerhin hält sich hier die „Axel Springer Akademie“ für Deutschlands fortschrittlichste Journalistenschule. Kaum zu glauben!

Im Laufe der 1960er Jahre war Ul­ri­ke Mein­hof mög­li­cher­wei­se die be­kann­tes­te und au­ßer­ge­wöhn­lichs­te Jou­na­lis­tin jener Zeit. Ihr bissiger und kritischer Journalismus, Ihre radikalen feministischen, antifaschistischen und linken Positionen, ihr gesellschaftliches und politisches Handeln ist auch heute noch äusserst bemerkenswert und hoch interessant!

Buchtips:
Ulrike Meinhof | Die Biografie | Jutta Dittfurth | Ullstein | 2007
Rote Armee Fraktion | Texte und Materialien zur Geschichte der RAF | Originaltexte | ID-Verlag | 1997
Stadtguerilla und soziale Revolution | Über den bewaffneten Kampf und die Rote Armee Fraktion | Emile Marenssin 2002Stammheim | Der Prozeß gegen die Rote Armee Fraktion | Pieter Bakker Schut | Malik Verlag | 1995

Filmtips:
Bambule| Fernsehspiel | Ulrike Meinhof, Eberhard Itzenplitz | 1970Deutschland im Herbst| dokumentatorischer Spielfilm | Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff u.a.| 1978
Die Stille nach dem Schuss| Spielfilm | Volker Schlöndorff | 2000
Die Innere Sicherheit| Spielfilm | Christian Petzold | 2000
Black Box BRD| Dokumentation | Andres Veiel | 2001

Text weitesegehend von Zersetzer

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Antifaschistische Plakate

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Anticapitalista!

Anticapitalista! neues Plakat ab jetzt bei uns im Shop… we are fucking angry – united against capitalism, racism, sexism!

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Alerta Antifascista

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Vor 80 Jahren, im Juli 1936 erhoben sich Millionen Menschen gegen den faschistischen Putsch des General Franco in Spanien.

Die Ereignisse in dieser Zeit sind wahrscheinlich einer der meist umstrittensten und heftigst diskutierten Themen innerhalb der Linken, aber darum soll es bei diesem Plakat nicht gehen. Viel mehr wollen wir an die mutigen und entschlossenen Menschen erinnern, die in der Hoffnung auf eine gerechte Gesellschaft nach Spanien gereist sind und die, um den Faschismus zu besiegen, in den Reihen der Internationalen Brigaden gekämpft haben.
Den Internationalen Brigaden schlossen sich mehr als 40.000 Männer und Frauen aufgrund antifaschistischer Überzeugung oder politischer Verfolgung in den Heimatländern an. In den Brigaden waren Angehörige von mehr als 40 Nationen vertreten.

Der Spanische Bürgerkrieg begann, als am 17./18. Juli 1936 Militärs, unter der Führung von General Franco, versuchten, die junge spanische Republik zu stürzen. Ziel der Franquisten und katholischen Klerikalfaschisten war es, in Spanien eine Diktatur zu errichten.
Anders als 1933 in Deutschland gab es in Spanien jedoch massiven und lange Zeit erfolgreichen Widerstand großer Teile der Bevölkerung gegen die faschistische Machtergreifung.
In den Städten übernahmen revolutionäre ArbeiterInnen die Fabriken. Auf dem Land ergriffen Bauern, Bäuerinnen, LandarbeiterInnen und Tagelöhner die Initiative, gründeten Agrarkollektive und bemächtigten sich des Landes. Durch die Schaffung tausender freier Schulen und die autodidaktische Aneignung gelang den AnarchistInnen eine Alphabetisierungskampagne, die historisch beispiellos ist. Die Basis der Sozialen Revolution war der spanische Anarchismus, der sich schon vor 1936 zu einer Massenbewegung entwickelt hatte.

Es gibt dazu sehr viel spannende Literatur. Wir wollen euch als Lesetipp zwei Bücher ans Herz legen.
* Lisa Fittko – Mein Weg über die Pyrenäen
* Mary Low – das rote Notizbuch

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Ya Basta!

Neues Plakat ab April 2016 bei uns im Shop!!

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Seit Beginn unserer Arbeit als linker Merchandise Laden haben wir in all den Jahren immer wieder Motive gemacht, die auf die autonome, indigene Freiheitsbewegung in Mexico/Chiapas aufmerksam machen sollen. Seit dem letzten Motiv ist einige Zeit vergangen, und hier – kommt endlich das neue Motiv als Plakat und T-Shirt in den Laden!